Orakel – Seltsame Zeiten

Orakel

Seltsame Zeiten,
so viele existenzielle Knoten.
Gefährliche Energien,
die jeden Einzelnen fordern, sich zu entscheiden:

für welche Werte du stehst, einstehst.
Welche Welt du haben willst,
wie du sie gestaltest und weitergibst.

Mit welchen Lasten du am Ende dastehst.

 

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Better than you

Frage des Tages: Ist Vorderfotzigkeit besser als Hinterfotzigkeit?

Oder gehören beide abgewatscht?

Wer Schwächere fertig macht, zeigt seine eigene relative Größe.

Wer den Saubermann gibt, obwohl er betrügt, lügt, abzockt, ist ein Heuchler.

Wer wahre Werte verrät, zeigt seine eigene Nichtigkeit.

 

 

Ratschläge und Annehmen

Es gibt so Leute, die hören von einer  Problematik, die über mehrere Jahre vor sich hin arbeitet, und wissen in zwei Minuten, was „man doch tun/denken/fokussieren muss“. Dann wird alles richtig. Berätst du dich selbst oder mich?

Es gibt so Leute, die glauben nach ein paar Minuten, ihre Probleme sind deine Probleme, auch wenn es ganz andere Probleme sind, und sie wissen, du musst dich genauso verhalten, wie sie sich verhalten, denn das muss richtig sein. Meine Persönlichkeit wird ignoriert.

Es gibt so Leute, die hören dir fünf Minuten zu, wenn du über die Problematik sprichst, die seit mehreren Jahren vor sich hin arbeitet, und schon wissen sie, dass du und was du falsch gemacht hast. Weißt du genug, um zu urteilen?

Es gibt so Leute, die finden, dass man seine Energien, Gedanken, Gefühle nicht ausgeben sollte, denn das könnte ja falsch sein, kosten, schlechte (Mit-)Gefühle bringen. Sie sind klüger. Was, wenn der nächste, der in so eine Situation kommt, schwächer ist als du?

Es gibt so Leute, die glauben, dass die Welt ein besserer Ort wird, wenn man jeden Tag dankbar ist, einfach aus Prinzip, irgendein Grund findet sich schon. So eine Art modernes positives Denken. Und wenn es nicht klappt, warst du zu wenig dankbar.

Ich bin von Herzen dankbar für echtes Mitgefühl. Wahrnehmung der Situation und meiner Persönlichkeit. Loyalität und Zivilcourage. Großherzigkeit. Güte. Toleranz. Halt.  Intuition. Verantwortung. Vertrauen. Aufrichtigkeit.  Dasein im Herzen. Dasein in den Zwischenräumen. Meine finsteren Gedanken beruhigen. Meine Visionen beleuchten. Annehmen.

 

 

Da Willi und die Politik 1

DaWilli

 

Willi Ehrhaberer will dringend wählen gehen. Denn er hat wichtige Anliegen.
Angesichts der veränderten Randbedingungen in der Gesellschaft will er sich vorher informieren, wie es ein verantwortungsbewusster Bürger zu tun hat: Er will sicher gehen, dass er die richtige Partei wählen wird. Also geht er hin zu den  Bürgervertretern, um seine Bürgerpflicht zu tun, sich zu informieren.

  • <<  Grrüß Gott, Herr Ehrrhaberrrerrr, das ist ja erfreulich, dass sie hier vorbei schau’n. Woll’n Sie Ihre Partei unterstützen, des is brav! Nehmen’s Platz.>>
  • << HabedieEhre, Herr Laugenbieder, ich verwundere Sie schon seit langem. Wahlperiode für Wahlperiode schlagen’S die Roten, Sie Hallodri, hihi. So muss das, des ist die Natur! Heut hab ich aber eine Fragestellung, Herr Parteioberrat.>>
  • << Dankedanke, Herr Ehrrhaberrerr, da fühl ich mich beehrt, von Ihrer treuen Anhängerschaft, weiter so, weiter so. Woll’n’S an Kugelschreiber mit Logo?>>
  • << Danke, Herr Landesvater, nehm I mit vollumfänglichem Vergnügen, da kann ich mir aufschreiben, was ich will, gell, Herr Landesvater? Sie derfen’s fei Willi zu mir sagen, so unter uns. >>
  • << Nicht so förmlich, lieber Willi, „Landesvater“, hohoho, die Zeiten sind noch nicht so weit! Wie kann ich dir weiterhelfen? >>
  • << Mei, Herr Landesvat.., äh ..bruder, ich find ja die Mietrechtsentwicklung sehr bedauerlich! >>
  • << Das finden wir Verantwortungsträger alle bedauerlich, Willi, diese arge Entwicklung muss unbedingt eingedämmt werden, und wir bauen auch schon Sozialwohnungen für das ganze Ges… äh, die armen Abgehängten auf den Äckern der Gottesliebe, wie es uns wohl zu Gesichte und im Parteibuch steht. Brauchst eine Unterkunft für eine nahestehende … äh nützliche Hilfskraft? >>
  • << Naa, die soll’n alle gefälligst arbeiten gehen! Wenn’s nix gibt, soll’n’S wenigstens die Hundekacke aus den Sandkästen räumen. Ich persönlich brauch Schutz vor den unverschämten Mietlingen, die sich die Frechheit besitzen, sich auf ihr Recht zu berufen. >>
  • << Auf MEIN Recht? Ich sprech ja gerne ein Recht, aber da bin ich nicht zuständig, Willi. >>
  • << Naa, Herr Abgeordneter, auf das geschriebene Recht, das Dingens mit der Waage und der blinden Kuh. >>
  • << A sooo. Was macht der Mietling denn gegen dich? >>
  • << Ja nix, Herr Laugenbieder, des wär ja noch schöner, wenn der gegen mich agitieren täte, der Hundling! Der Mietling behauptet, dass er im Recht ist, und dass ich mich entsprechend verhalten soll, und das ist doch eine Frechheit, wo ich und meine Familie und meine Vorfahren schon seit hunderten von Jahren dieses Land besetzt haben, und die Hütt’n, die wir vermieten, noch nicht eingefallen ist. Und wir sind mit den anderen ehrbaren Nachbarn einig, dass der Mieter ein Schmutzfink ist und mitten in der Nacht fernsieht, der Schweinehund, wer weiß, was der da für Pornos sieht. Normal ist das ja nicht!! >>
  • << Nun ja, Willi, das Recht ist für alle da, und dafür gibt es die Legislative und die Judikative, und wenn’s ganz wichtig ist, dann gibt es noch die Exekutive, die kannst du bemühen, wenn die Legislative und die Judikative auf deiner Seite sind.
    Das Mietrecht und deine Obliegenheiten wirst du doch kennen und befolgen, Willi, du bist ja ein braver Bürger. Ansonsten gehst du halt zum Rechtsanwalt und ins Internet, da gibt es Spezialforen für Vermieterinteressen. Da kannst du dich schlau machen. So, Willi, hier hast du noch unser Parteiprogramm, da steht drin, was wir alles so vertreten und wichtig finden; du wirst sehen, dass wir immer noch keine echte, wirkungsvolle Mietpreisbremse im Programm haben – du kannst uns also weiterhin wählen.
    Und, gell, Willi, das bleibt unter uns, weil wir wollen ja von möglichst vielen gewählt werden. >>

Folge der Weisheit deines Körpers

Neulich nachts bekam ich ganz plötzlich heftigen Durst*. Grundsätzlich neige ich nicht zum Durstgefühl* und erlebe das selten, daher erschreckte ich gar fürchterlich. Mein erster Gedanke war, ich hätte plötzlich Diabetes. Nun hatte ich nichts gegessen oder (vorher) getrunken*, was plötzliche Diabetes auslösen könnte, und ich dachte mir, denk noch mal nach, mich dünkt, das ist was anderes. Da fiel mir ein, es könnte eine Blasenentzündung sein. Da noch ein paar andere Symptome in diese Richtung deuteten. Also ging ich in mich, was da helfen könnte, und am nächsten Tag ging ich Cranberries einkaufen. Wie soll ich sagen – alle Symptome inklusive Durst* verschwanden innerhalb eines Tages.

Mein Körper verlangte danach noch ein paar Tage nach mehr Cranberries, und ich verschlang sie gehorsam.

Zur Zeit habe ich keinen Durst*, aber &%$?)=/)NERVEN!!$§//( Mein Körper verlangt nach Wein, Reis und Nüssen. Ich probier das mal aus. Der ist womöglich klüger als ich.

 * Für die Neugierigen: ich trank in der akuten Situation Wein, Ananassaft, Wasser und alkoholfreies Bier sehr schnell weg.